Neuer CPM (nov.) in Kraft getreten
07.06.2018

Neuer CPM (nov.) in Kraft getreten


Die bisherige Vergabepraxis stand bereits seit Jahren – vor allem wegen der komplexen und langwierigen Stufen, die bewältigt werden mussten – in der Kritik. Mit Wirkung vom 4. Juni 2018 hat nun Staatssekretär Gerd Hoofe die Zentrale Dienstvorschrift A-1500/3 „Customer Product Management“ (CPM) in Kraft gesetzt. In einem etwa einjährigen Überarbeitungs- und Abstimmungsprozess wurde die Vorschrift um neue Verfahren erweitert und an bestehende Rahmenbedingungen angepasst. Die neue Vorschrift ist nun allerdings auch etwa doppelt so lang wie die alte, genauer gesagt 109 Seiten im PDF.

Laut BAAINBw seien mit dem bisherigen CPM (nov.) „wertvolle Erfahrungen gesammelt und Verbesserungspotenziale identifiziert“ worden. Weiter schreibt das BAAINBw: „Auch das externe Expertengutachten aus dem Jahr 2014 hat Optimierungsvorschläge für den CPM (nov.) aufgezeigt. Hierzu gehören unter anderem das Etablieren eines Programmmanagements, die Weiterentwicklung des Risikomanagements, Verfahrensvereinfachungen für Projekte mit geringem Realisierungsrisiko sowie die explizite Schaffung von Rahmenbedingungen für multinationale Kooperationsprojekte. Mit der Aufstellung des Organisationsbereiches Cyber- und Informationsraum (CIR) und der Einrichtung der ministeriellen Abteilung Cyber/Informationstechnik (CIT) wurde die Bedeutung der Informationstechnik weiter gestärkt und der stetig zunehmenden Digitalisierung Rechnung getragen. Im Rahmen des Projekts Rüstungsmanagement wurden die aufgezeigten Verbesserungen schrittweise umgesetzt. Überlegungen zum Programmmanagement wurden entwickelt, ein Risikomanagementprozess ausgearbeitet und eingeführt. Projektmanagementkomponenten wurden identifiziert und geeignete Management­methoden vorgestellt. Verfahrensvereinfachungen – wie die sogenannte Busspur - wurden über Einzelerlasse in Kraft gesetzt. Um die mittlerweile zahlreichen (Einzel-)Änderungen zu verstetigen, war eine Überarbeitung des CPM (nov.) erforderlich. Dabei galt es die bewährte ‚innere Logik‘ des CPM (nov.) – also die Gliederung in drei Phasen mit klaren Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten – zu erhalten. Mit der im Jahr 2017 durchgeführten Überarbeitung wurde der CPM um weitere Verfahren ergänzt, die den Besonderheiten der unterschiedlichen Projekte Rechnung tragen. Dabei bildet das bewährte Basisverfahren – wie der Name andeutet – die Grundlage/Basis für alle abgeleiteten Verfahren. Durch die neue Gliederung der Vorschrift in unterschiedliche Verfahrenswege, wird die Regelung den teilweise sehr heterogenen Anforderungen unterschiedlicher Projekte besser gerecht. Dabei ist die Vorschrift so aufgebaut, dass Projektverantwortliche immer nur die für sie relevanten Verfahrensanteile – als in sich geschlossene Kapitel – lesen können. Querschnittliche bzw. verfahrensunabhängige Themen wie das Programm- oder Risikomanagement sind in eigenen Kapiteln zusammengefasst.“

Der neue CPM (nov.) kann hier gelesen werden: Link


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