„Fliegende Intensivstation“ - Vorstellung der A400M Sanitätsversion
31.07.2018

„Fliegende Intensivstation“ - Vorstellung der A400M Sanitätsversion


Heute fand in Berlin-Tegel die Vorstellung der Sanitätsversion der A400M statt. Der Innenraum besteht aus sechs Krankenbetten inklusive dem dazugehörenden Material - wie Medikamente - zum Transport von Verwundeten. Auch wenn sich für dieses Modul die Bezeichnung „Fliegende Intensivstation“ eingebürgert hat, handelt es sich doch vielmehr um einen fliegenden Krankenwagen, da es nicht zur Versorgung, sondern nur zum Transport dient. Obwohl durch die Anwesenheit von medizinischem Fachpersonal auch die fachmännische Versorgung im Notfall sichergestellt ist. Im Ernstfall soll die A400M vor allem dem so genannten entlastenden Verwundetentransport dienen, um eine bessere Verteilung und somit auch Versorgung der Patienten zu gewährleisten.


Die A400M haben unterschiedliche einrüstbare Module, um schnell für verschiedenste Aufgaben geeignet zu sein. Die fliegende Intensivstation ist nun das neueste Modul, über das die Bundeswehr ab morgen voll einsatzfähig verfügt. „Wir brauchen drei bis vier Stunden, um hier alles einzurüsten“, sagte der Medical Director des Fluges, Dr. Axel Höpner. Bei der A400M lobte Höpner vor allem die ruhigen und stabilen Flugeigenschaften. „Wenn man die Transall kennt, dann ist das, als würde man von einem Oldtimer in ein modernes SUV umsteigen.“


Auch die Piloten schlossen sich dem Lob über die Flugeigenschaften der A400M an. Vor allem würde die fliegerische Besatzung in dem modernen Transportflugzeug stark entlastet. Während bei der Transall der Pilot noch hauptsächlich vom Fliegen beansprucht worden sei, wäre er in der A400M mehr ein Flugzeugmanager mit Überwachungs- und Entscheidungsfunktion. Auch wenn die A400M am Anfang Kinderkrankheiten besessen habe, war die Crew im Cockpit der einhelligen Meinung: „Es ist ein toller Flieger.“


Die A400M sind in Wunstorf (in der Nähe von Hannover) stationiert. Das Lufttransportgeschwader (LTG) 62 in Wunstorf stellt auch den Fliegerarzt, der unter anderem für die richtige Einrüstung der fliegenden Intensivstation verantwortlich ist, was höchstens vier Stunden dauert. Das weitere fachmedizinische Personal käme im Ernstfall aus den Bundeswehrkrankenhäusern Berlin und Hamburg, weil diese am dichtesten an Wunstorf liegen. Somit ließe sich innerhalb von vier bis allerhöchstens 12 Stunden (als maximale Vorgabe) die fliegende Intensivstation voll einsatzfähig in die Luft bringen.

Dorothee Frank


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