Bundeswehr Spezialkräfte beschaffen Rheinmetall Laser-Licht-Modul
05.06.2018

Bundeswehr Spezialkräfte beschaffen Rheinmetall Laser-Licht-Modul


Variable Tactical Aiming Laser

Seit Oktober 2017 steht fest, dass das Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw mit dem G95 eine neue Standardbewaffnung erhält. Es folgt dem G36 K und basiert auf dem Heckler & Koch Gewehr HK 416 A7. Das BAAINBw hat 1.745 Waffen bestellt.

Die erste Ausschreibung der Waffe sah eine Beschaffung als System mit allen Anbauteilen, u.a. Optiken, Laser, etc. vor. Dieses Vorhaben wurde aber aufgegeben und in mehrere Beschaffungen aufgesplittet. Dies scheint derzeit ein allgemeiner Trend in der Bundeswehr zu werden, entgegen den Aussagen in Zukunft nur noch in Komplettsystemen zu denken. In seiner Mitteilung verlautbarte das BAAINBw, dass sich Rheinmetall damit gegen zwei Konkurrenten durchsetzen konnte. In der erneuten Ausschreibung wurden die Anforderungen an die Laserleistung, Gewicht und Größe großzügiger gehandhabt.

Jetzt hat das BAAINBw einen Folgeauftrag an den Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall vergeben. Passend zum G95 werden 1.745 Laser-Licht-Module für das Sturmgewehr Spezialkräfte der Bundeswehr bestellt.

Das jetzt beschaffte Gerät ist der Rheinmetall Variable Tactical Aiming Laser (VTAL), ein sehr kompaktes Laser-Zielhilfe- und Beleuchtungsmodul. Es wurde von Rheinmetall Soldier Electronics (RSE) in Stockach entwickelt. Aufgrund seines Designs eignet es sich besonders für die heute üblichen kompakten Sturmgewehre.

Eigenschaften des Laser-Zielhilfemoduls sind das bis 30 Meter wasserdichte, leichte und stabile Aluminiumgehäuse. Es ragt nur rund 25 mm über die Montageschiene heraus und beeinträchtigt daher die Visierlinie optischer Visierungen nicht. Der VTAL bietet drei Laser: einen sichtbaren roten Zielpunktlaser, einen Zielpunktlaser im nahen Infrarot sowie einen Beleuchter im nahen Infrarot. Die Qualität der Lichtstrahlen sowie deren Gleichförmigkeit steigern das Lagebewußtsein des Anwenders in allen Einsatzumgebungen.

Der voll integrierte Laserblock ist herstellerseitig ausgerichtet, dies soll eine Justierung auf der Waffe einfacher bewerkstelligen lassen. Die Stärke der beiden Zielpunktlaser kann durch den Bediener mithilfe der farblich kodierten Kabelschalter festgelegt werden. Der Beleuchter lässt sich über einen separaten Drehknopf fokussieren.


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