Forschung an neuem Schutzmaterial
23.01.2018

Forschung an neuem Schutzmaterial


Forscher der City University of New York (CUNY) haben ein flexibles, leichtes und dennoch undurchdringliches Material vorgestellt, das sich als Schutzlayer eignen kann. Durch solch ein Material ließe sich das Gewicht der Ausrüstung, da Elemente wie Schutzwesten beim Infanteristen mit das meiste Gewicht verursachen, deutlich reduzieren. Hinzu käme eine verbesserte Beweglichkeit.

Das Material besteht aus zwei einatomigen Schichten Graphen – Kohlenstoff in fester bienenwabenförmiger Matrix – auf einem Siliziumkarbid-Substrat. Die Folie ist leicht und flexibel. Wenn plötzlich mechanischer Druck ausgeübt wird, wird es vorübergehend härter als Diamant und hat daher den Namen „Diamene“ erhalten. Der Härtungseffekt tritt nur auf, wenn genau zwei Lage Graphen verwendet werden, nicht mehr und nicht weniger. In ersten Tests mit Graphen-Kügelchen mit einer Dicke von 30 Atomlagen konnte der Effekt nachgewiesen werden.

Wenn es gelingt, die Widerstandsfähigkeit von Diamene gegen Geschosse aus Handwaffen und andere ballistische Bedrohungen nachzuweisen, kann aus den Folien Schutzkleidung hergestellt werden, die wesentlich leichter ist als bisher bekannte. Damit ließe sich die Akzeptanz und die mögliche Tragedauer wesentlich erhöhen.


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