Bundeswehr kauft 84 Enok
26.01.2015

Bundeswehr kauft 84 Enok


Noch in der letzten Dezembersitzung hatten der Verteidigungs- und Haushaltsausschuss die 25 Millionen Euro Vorlage zur weiteren Beschaffung von geschützten Enok passieren lassen. Jetzt hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit Mercedes-Benz einen Liefervertrag über 84 Enok im Wert von 56,3 Millionen Euro abgeschlossen. Hinzu kommt eine Ersatzteil-Erstausstattung für weitere 4,7 Millionen Euro. Die Firmen Armoured Car Systems (Aichach), LeTech (Welzheim) und Magna Steyr (Graz/Österreich) gehören zu den wichtigsten Unterlieferanten. Die Enok zählen zu den geschützten Führungs- und Funktionsfahrzeugen (GFF) der Bundeswehr und zusammen mit den Wolf SSA und den Mungos zur Klasse 1 der GFF.

 

Der neue Enok 6.1 mit 6,1 Tonnen Gesamtgewicht ist dank verbessertem Ganzstahl-Monocoque und serienmäßigem Minenschutz besser geschützt als sein Vorgänger Enok 5.4 und kann 1,3 Tonnen Nutzlast tragen. Mit seinen kompakten Fahrzeugabmessungen ist der Enok für die komplexen Anforderungen in wechselnden Situationen, ob auf schmalen, unwegsamen Gebirgsstraßen oder engen urbanen Situationen, optimal ausgestattet. Für den Selbstschutz ist das Fahrzeug für die Ausstattung mit der fernbedienbaren Waffenstation FLW 100 vorbereitet.

 

Von den 84 Fahrzeugen sind 49 mit verschiedenen Missionsausstattungen für das Kommando Spezialkräfte vorgesehen. 19 Fahrzeuge sind als Patrouillenfahrzuge vorgesehen und weitere 16 in gleicher Ausstattung für die Fahrausbildung.

 

Zusammen mit den 137 vorher beschafften Enok 5.4 steigt der Bestand an Enok in der Bundeswehr somit auf insgesamt 221 Fahrzeuge. Die neuen Enok ersetzen verschiedene Wolf, die nicht mehr instand gesetzt werden können. Mit insgesamt 896 Fahrzeugen ist Bedarf in der GFF Klasse 1 gedeckt.

 

Die Enok 6.1 sollen bis 2017 ausgeliefert werden, mit dem Schwerpunkt der Auslieferung im letzten Lieferjahr.


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